Wo ist der Return on Investment? I/V

10. Februar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Die nächsten fünf Blogeinträge sind das Ergebnis eines Interviews welches ich am 3. Februar 2010 mit Herrn Frans Bruinsma führen durfte. Er hat viele Jahre Erfahrung in der Personalentwicklung und beschäftigt sich dabei im besonderen Maße mit der Frage der Wirkung seiner Trainings. Aber lassen wir ihn doch direkt selbst zu Wort kommen…

1. Bitte erzählen Sie ein wenig über Ihren Hintergrund.

Über lange Jahre hinweg war ich in der Personalentwicklung, zuletzt als Senior Director für Organisation und Kommunikation für EMEA (Europe, Middle-East, Africa) in einem internationalen Konzern, tätig. Ich war verantwortlich für die Entwicklung von 22.000 Mitarbeitern und hatte dazu einen Stab von 82 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Vor einigen Jahren machte ich mich selbstständig und startete damals mit einem Kunden – was sehr spannend war. Heute arbeiten wir mit etwa 25 regelmäßigen Klienten verschiedener Größen zusammen.

Wir sind ein kleines Team aus Trainerinnen und Trainern und machen verschiedene Arten von Trainings. Wir sind recht gut ausgebucht. Im letzten Jahr konnten wir uns vor Aufträgen kaum retten. In diesem Jahr haben wir unseren Break Even bereits erreicht und es sind auch schon drei Monate für 2011 ausgebucht.

2. Das sind ja ganz ungewöhnliche und glückliche Voraussetzungen unter denen Sie arbeiten.

Ja, wir sind ganz zufrieden. Wir konnten uns inzwischen einen Namen machen. Die Trainings führen wir in drei Sprachen durch. Ich bin Holländer und so finden die die Trainings auf Niederländisch, Englisch und Deutsch statt.

Bei manchen unserer Kunden messen wir auch die Ergebnisse der Trainings.

3. Wie ist das Vorgehen bei der Ergebnismessung?

Wir machen vorher einen wissenschaftlichen Softskill-Test, der verschiedene Kompetenzen misst, wie beispielsweise „wie hoch ist meine Empathiefähigkeit“, „wie treffe ich Entscheidungen“, „innere Gelassenheit“, „wie gehe ich mit Stress um“ und so weiter. Die Erkenntnisse des Trainings werden den Teilnehmern zurückgespiegelt. In Einzelgesprächen werden anschließend persönliche Ziele abgesprochen. Darauf aufbauend finden dann beispielsweise insgesamt sechs Wochen Trainingssessions statt, die sich über das ganze Jahr verteilen. Dabei wird das Training speziell auf die Kompetenzen die es zu erwerben gilt, ausgerichtet.

Am Ende checken wir, was von dem Training angekommen ist, bzw. wie die Leute sich entwickelt haben.

Wir unterstützen die Entwicklungen mit vielen Übungen, Bewusstseins- und Kommunikationsübungen, auch mal mit meditativen Einheiten – natürlich ohne in die Esoterik abzugleiten – und ergänzen auch mit methodischen Fähigkeiten wie beispielsweise Präsentationstechniken. Bei Bedarf integrieren wir auch Outdoor-Aktivitäten.

Das genaue Programm wird immer so zusammen gestellt, dass die geforderten Entwicklungen stattfinden, unterstützt und entwickelt werden können. Es werden dabei eine Reihe von Tools vermittelt.

Zwischendurch wird immer wieder einmal Feedback eingeholt und individuelle Rückmeldungen an die Teilnehmer gegeben. Am Ende des Jahres findet dann ein erneuter Durchgang durch den Softskill-Test statt und es wird nachgeschaut, inwieweit es den Teilnehmern gelungen ist, die Tools einzusetzen. Die Rückmeldung erfolgt dann in Zweiergesprächen.

Fortsetzung folgt in Kürze… über Ihre Kommentare freut sich

Steffen Henkel

Ganzes Interview

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