Wo ist der Return on Investment? III/V

16. Februar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Insgesamt fünf Blogeinträge sind das Ergebnis eines Interviews welches ich am 3. Februar 2010 mit Herrn Frans Bruinsma führen durfte. Er hat viele Jahre Erfahrung in der Personalentwicklung und beschäftigt sich dabei im besonderen Maße mit der Frage der Wirkung seiner Trainings. Dies ist der dritte Teil:

7. Ich habe gehört, dass oft der Betriebsrat mit einem solchen Vorgehen Probleme hat. Haben Sie da schon Erfahrungen gesammelt

Ja, Freiwilligkeit ist hier ganz wichtig. Wenn die Teilnehmer das Vorgehen nicht Gut heißen, klappt das nicht. Der Betriebsrat muss schon in die Vorbereitung mit einbezogen werden.

8. Was ist wenn Sie herausbekommen, dass auch der Vorgesetzte Coaching- bzw. Trainingsbedarf hat?

Das kommt vor. Wir haben das erst neulich gehabt. Das Training hatte ein bestimmtes Ziel, doch wir haben festgestellt, durch die Übungen die eingebaut waren, die ähnlichen Charakter haben wie der DevelopmentCheck®, dass dazu noch die Grundvoraussetzungen fehlten. Wir spiegelten das dem Kunden wider und erhielten nun den Auftrag in einem zweitägigen Training erst einmal die grundlegenden Skills zu vermitteln.

9. Glauben Sie, dass Sie durch die Wirkungsmessung einen Vorteil gegenüber den anderen Trainingsanbietern haben?

Jein. Bei manchen Kunden haben wir dadurch unbedingt einen Vorteil, bei anderen wiederum weniger. Das sind zumeist Kunden die sich generell noch wenig Gedanken über das Thema Personalentwicklung gemacht haben.

Kunden die weiter sind mit ihren Zielen und Vorstellungen zu dem Thema legen schon großen Wert darauf. Wir haben zum Beispiel einen Großkunden, der seiner Personalentwicklungsabteilung eigentlich das ganze Weiterbildungsbudget aufgrund der Krise gestrichen hatte. So verloren alle anderen Trainer die für den Kunden tätig waren ihren Auftrag. Wir aber, da wir die Wirkungsmessung und –verantwortung mit dabei haben, wurden weiterhin beschäftigt. „Hier sehen wir auch Resultate.“, war die Aussage des Kunden.

10. Woher kommt bei Ihnen dieser Fokus auf die Resultate?

Das liegt daran, dass ich selbst lange Nachfrager von Personalentwicklungsleistungen war. Ich habe diese Frage ständig gestellt: „Wie können Sie mir den Return on Investment garantieren?“

Ich hatte es mit Fachleuten in meinem Unternehmen zu tun, die immer nach dem Return on Investment (ROI) gefragt haben. So stellte ich diese Frage auch meinen Auftragnehmern. Dabei ist es in der Weiterbildung sehr schwierig einen ROI zu nachzuweisen.

Die Fragen lauten ja, „Wie erfolgreich ist der Manager für die Abteilung?“, „Um wie viel ist die Produktivität durch das Training gestiegen?“. Wissenschaftlich gesehen, ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit ein Training mit einer ROI-Entwicklung schlüssig in Zusammenhang zu bringen. Es spielen da ja sehr viele Faktoren eine Rolle.

Allerdings kann man schon sagen, dass sich Stimmung und Atmosphäre deutlich verbessern durch Trainings. Und man weiß, dass wenn die Atmosphäre besser ist, auch der Einsatz der Mitarbeiter zunimmt, was dann wiederum Einfluss auf die Produktivität hat.

Teil IV folgt in Kürze…

über Ihre Kommentare freut sich

Steffen Henkel

Ganzes Interview

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