Wo ist der Return on Investment IV/V

24. Februar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Insgesamt fünf Blogeinträge sind das Ergebnis eines Interviews welches ich am 3. Februar 2010 mit Herrn Frans Bruinsma führen durfte. Er hat viele Jahre Erfahrung in der Personalentwicklung und beschäftigt sich dabei im besonderen Maße mit der Frage der Wirkung seiner Trainings. Dies ist der vierte Teil:

11. Haben Sie denn Beispiele von Wirkungen Ihrer Trainings?

Ich hatte zum Beispiel ein kleines Unternehmen mit ca. 35 Mitarbeitern und zwei Geschäftsführern, die sich nicht mehr grün waren. Die beiden standen nun da, hatten so viele Mitarbeiter und hatten die Situation nicht mehr im Griff. Es gab eine hohe Unzufriedenheit, was zum Beispiel zu offenen Briefen an die Geschäftsleitung geführt hat. Sogar einen Betriebsrat wurde in dem kleinen Unternehmen gegründet!

An diesem Punkt wurde ich dazu geholt – und hatte einen sehr schwierigen Job. Ich habe das Unternehmen über ein Jahr begleitet mit Trainings, Einzelgesprächen, Vereinbarungen, Beratung und Workshops. Nach zwei Jahren wurde mir berichtet, dass sich der Umsatz um 300% erhöht hatte. Der Geschäftsführer hat mir gesagt, dass das nur durch meine Begleitung möglich war.

Ohne diese hätte es nämlich eine solche Blockade gegeben bzw. hätte sie weiter bestanden, dass gar nichts mehr gegangen wäre.

Es hat sich zuerst die Atmosphäre gebessert. Am Anfang musste ich noch jedem Mitarbeiter den wir zu einer Teamentwicklung dabei haben wollten, genau erklären was wir da machen und wozu das gut ist. Totale Transparenz war notwendig damit die Ängste genommen werden konnten.

Ungefähr ein Jahr danach gab es wieder eine Teamentwicklungsmaßnahme. Da hat niemand mehr nach einer Agenda gefragt. Die Unsicherheit war weg und die Agenda war für die Mitarbeiter nicht mehr so wichtig. Das Vertrauen war wieder da.

12. Sie haben vor kurzem mit Trainerassessments begonnen. Wie kam es dazu?

Ein Kunde hat festgestellt, dass viele der beschäftigten Trainer nicht die Leistung brachten, die man sich erwartet hat. Es gab auch eine hohe Fluktuation bei den Trainern. Wir wurden deshalb damit beauftragt ein Trainerassessment durchzuführen.

Wir veranstalteten eine Simulation, bei dem verschiedene Teilnehmertypen dabei waren: der stille Kritiker, der provokative Kritiker usw.

Der Trainer konnte jeweils selbst sein Thema auswählen und eine dreiviertel Stunde eine Sequenz mit uns durchmachen. Die Teilnehmer hatten einen Kriterienkatalog zur Bewertung und fassten anschließend einen gemeinsamen Entschluss zu dem jeweiligen Kandidaten.

Mittels vordefinierter Fragen führte ich noch ein persönliches Interview mit dem Trainer. Sofort danach erhielt der Trainer ein Feedback von uns.

Ich mache dieses Assessment mit zwei Unternehmen. Die Erfahrung ist, dass von allen geprüften Trainerinnen und Trainer nur zwischen 20% und 30% durchkommen und weiter beauftragt werden.

13. Das ist eine ganz schön strenge Auswahl.

Ach, so streng sind wir und die Kriterien gar nicht. Aber es gibt ja so viele Leute, die meinen sie sind Trainer…

Die geprüften Trainer waren übrigens entweder ganz allein unterwegs oder von Trainingsunternehmen beauftragt. Interessanterweise sind die Inhaber der Trainingsunternehmen meistens gute Trainer. Aber einige ihrer beauftragten Trainer waren weniger gut. Das ist so ein Trend den wir feststellen.

Teil V folgt in Kürze…

über Ihre Kommentare freut sich

Steffen Henkel

Ganzes Interview

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