Zustimmung und Widerstände

5. April 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Seit ich mich intensiver mit dem Thema der Wirkungsmessung von betrieblichen Weiterbildungsveranstaltungen im außerfachlichen Kompetenzbereich beschäftige, habe ich mich naturgemäß mit einer Reihe von Leuten unterhalten.

Darunter waren sowohl TrainerInnen, als auch WissenschaftlerInnen und potentielle KundInnen. Die Reaktionen auf den Gedanken, allgemeine Wirkungsmessung für Trainings und Seminare durchzuführen, stießen auf recht unterschiedliche Reaktionen.

WissenschaftlerInnen
Die Idee stößt auf Skepsis. Es gibt wissenschaftliche Konzepte zur Durchführung on Evaluationen von Trainingsveranstaltungen. Die Anwendungen dieser Konzepte beschränken sich meines Wissens in erster Linie auf Forschungsarbeiten. Es scheint noch nicht gelungen zu sein, eine allgemeine Übertragung in den Trainingsalltag vorzunehmen.

Die Skepsis ist also darauf zurück zu führen, dass es entweder nicht gelingen wird, die Konzepte zur allgemeinen Anwendung von Unternehmenskunden zu bringen oder die notwendige Reliabilität und Validität aufrecht zu erhalten.

TrainerInnen
Auch hier war in erster Linie Skepsis das Ergebnis der Gespräche. Natürlich einerseits ist das sehr verständlich: wird doch durch die Wirkungsmessung die Tätigkeit der TrainerInnen auf den Prüfstand gestellt. Die Reaktion ist verständlich. Trotzdem haben viele TrainerInnen wohl nichts zu befürchten, da sie gute Qualität liefern und auch insgesamt daran interessiert sind, die Spreu vom Weizen unter ihren Kollegen zu trennen.

Es gibt noch einen weiteren, sehr viel tiefer gehenden Grund, der die Skepsis auslöst: Trainings erfüllen sehr häufig nicht die Erwartungen die an sie gestellt werden. Dies liegt nicht an den Trainings, nicht an den Methoden und nicht an den TrainerInnen die zur Durchführung beauftragt werden. Es liegt vielmehr daran, dass eine echte Weiterentwicklung von MitarbeiterInnen kaum durch ein Training zu erreichen ist. Vielmehr müssen dafür ausführlichere Lernarchitekturen Anwendung finden. Diese lassen sich jedoch deutlich schwerer Verkaufen. Zu diesem Thema, folgt ein späterer Blogbeitrag.

KundInnen
Hier stieß die Frage nach einer Wirkungsmessung auf großes Interesse. Der Wunsch der meisten MitarbeiterInnen der Personalabteilungen ist, einfache Entscheidungshilfen für die Trainerauswahl zu bekommen und über die Qualität der durchgeführten Weiterbildungsveranstaltungen endlich einmal zielführende Aussagen zu erhalten. Dabei sollte das ganze Verfahren unter dem Wahlspruch stehen: keep it short and simple.

Welche Meinung haben Sie zur Durchführung einfacher Wirkungsmessungen?

Ich bin gespannt auf Ihre Gedanken dazu und verbleibe für heute

mit besten Grüßen

Steffen Henkel

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