Was bringt Training? II

29. Juli 2010 § 3 Kommentare

Eine weitere Studie zu diesem Thema, die sich in erster Linie mit dem Wissenszuwachs durch Weiterbildungen befasst, hat das Unternehmen Provadis gemeinsam mit der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt.

Es wurde dabei der Wissensstand durch einen Pretest erhoben. Anschließend erfolgte direkt nach der Weiterbildung eine Erhebung des Wissensstandes. Nach einem Zeitraum vom 5 Wochen erfolgte eine online-Abfrage und nach weiteren 2 Wochen eine erneute online-Abfrage des Wissensstandes bezüglich der Seminarinhalte.

Das Ergebnis war, dass sich durch solches Nachfragen, der Wissensstand zu den Seminarinhalten deutlich länger aufrecht erhalten lässt. Es kommt sogar noch zu einem Anstieg des Wissens, da sich die Teilnehmer bewusst mit den Inhalten des Seminars auseinandersetzen, zur Beantwotung der Fragen eventuell noch einmal die Unterlagen in die Hand nehmen und dergleichen mehr.

Nachdenklich sollte das Ergebnis der Kontrollgruppe stimmen: Bei dieser sank der Wissensstand bereits kurz nach dem Seminar wieder auf den Zustand vor dem Seminar zurück.

Man kann die Frage stellen: Was bringt also ein Seminar, wenn nicht gleich eine Abfrage des erworbenen Wissensstandes stattfinden? Den Ergebnissen der Studie zufolge, gar nichts.

Es ist somit nicht verwunderlich, dass es so viele Stimmen gibt, die behaupten, dass Weiterbildungen zu einem großen Prozentsatz wirkungslos bleiben.

Sind diese Ergebnisse auf die Vermittlung außerfachlicher Kompetenzen zu übertragen? Welche Meinung haben Sie zu diesem Thema?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Steffen Henkel

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§ 3 Antworten auf Was bringt Training? II

  • […] This post was mentioned on Twitter by Steffen Henkel, Steffen Henkel. Steffen Henkel said: Was bringt Training? II: http://wp.me/pLuf3-3Q […]

  • Sylvia sagt:

    Hallo Steffen,
    das ist eine sehr, sehr interessante Studie!! Sie regt mich zum Nachdenken an und zu Überlegungen hierzu für meine Trainings ein entsprechendes Tool zu entwickeln.

    Spannend fand ich schon die Entwicklung bei meinen eigenen Evaluationen, dass bei einer 2. Evaluation – ca. 5 – 6 Wochen nach dem Training, die Feedbacks völlig anders ausgefallen sind, als nach dem Training direkt.

    Ich bin auf weitere Artikel gespannt 😉 Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg – Sylvia

    • Hallo Sylvia,

      vielen Dank für den Kommentar. Freut mich sehr, dass er zum Nachdenken anregt.

      Ich bin der Ansicht, es lohnt sich auf alle Fälle das Thema „Wissensüberprüfung“ mit aufzunehmen. Schon im Seminar kann am Ende eine entsprechende Einheit eingebaut werden. Sie ist dann gleichzeitig Übung des Gelernten – also im wahrsten Sinne des Wortes „Training“ – und lässt einen Lernerfolg aufzeigen. Und Letzterer ist auch ein Argument welches potentielle Kunden überzeugen kann. Man muss sich nur ein paar Gedanken zu einer spannenden Einheit machen.

      Viele Grüße und viel Erfolg dabei wünscht

      Steffen

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