Was bringt Training? – Eine Frage…

4. August 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Kurz vor Wirkung

Kurz vor Wirkung

Bei der Lektüre unterschiedlicher Texte über das Thema „Wirkung von Trainings“ stoße ich immer wieder auf ein Phänomen:

Es wird normalerweise geprüft, ob die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Trainings am Ende zufrieden waren. In ganz seltenen Fällen, üblicherweise in wissenschaftlichen Studien, wird dann noch geprüft ob durch das Training einige Kompetenzen bei den Teilnehmern gewachsen sind.

Und hier hört die Betrachtung üblicherweise auf. Das wundert mich sehr.

Nun möchte ich nicht in Frage stellen, dass Menschen zur Erledigung von Aufgaben über bestimmte Kompetenzen verfügen müssen. Dass es jedoch ausreicht, diese Kompetenzen zu vermitteln um dann ungeprüft davon auszugehen, dass die Teilnehmer nun auch diese Aufgaben besser erledigen, bezweifele ich sehr.

Mit genau diesem Gedanken hat man das Training jedoch anberaumt: Ein Mitarbeiter/ eine Mitarbeiterin soll eine Aufgabe besser erledigen als bisher, deswegen erhält er/ sie ein Training.

In der Praxis scheint nach der Zufriedenheitsabfrage niemand mehr nachzuhaken ob denn der Mitarbeiter nun tatsächlich seine Aufgabe besser erledigt als vorher.

Selbstverständlich ist im hard-skill-Bereich diese Frage schnell erledigt: Wenn der Mitarbeiter nach einem Training immer noch nicht in der Lage ist, eine Maschine zu bedienen/ eine Software zu verwenden oder was auch immer, wird man sicherlich entsprechende Konsequenzen ziehen.

Im soft-skill-Bereich ist es jedoch nicht so einfach. Der Bedarf nach Beantwortung dieser Frage scheint bei einigen Unternehmen mittlerweile da zu sein: Es werden dann nach einigen Wochen die Vorgesetzten des Trainierten gefragt, ob das Training sinnvoll war. Dieses einfache Kontrollinstrument ist die anspruchvollste Wirkungsabfrage von der ich bei meinen Recherchen bei Unternehmen in den letzten Monaten gehört habe.

Dabei könnte die Kenntnis über die Wirkung im Sinne der übergeordneten Ziele eines Trainings gerade für Personalabteilungen – also Trainingsverantwortlichen – einen wirklichen Gewinn darstellen. Es ließe sich damit leicht rechtfertigen weshalb die sonst so kürzungsanfälligen Weiterbildungen im außerfachlichen Bereich absolut notwendig sind. Die Aufwertung der Arbeit derjenigen die mit hoher Kompetenz die richtigen Themen herausfinden, die richtigen Trainer einsetzen und die Gesamtplanung übernehmen würde damit automatisch passieren.

Was meinen Sie zu meinen Ansichten? Auf Ihre Kommentare freue ich mich.

Mit besten Grüßen

Steffen Henkel

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