Unbedingt wissen! – Abu Dhabi II/IV

19. August 2010 § 2 Kommentare

Seit kurzem stelle ich eine Blogparade zusammen, in der ich Autorinnen und Autoren zu gewinnen versuche, die Antwort auf die Frage geben „Wann ist eine interkulturelle Auslandsvorbereitung erfolgreich?“

Im Zuge der Autorensuche kam ich an einige Expatriates, die ohne interkulturelles Training in unterschiedlichsten Ländern leben und arbeiten.

Mit einigen bin ich folgender interessanten Frage nachgegangen: „Welche Informationen hätten Sie sich vor Ihrem Auslandsaufenthalt gewünscht? Was hätte es Ihnen in Ihrem Zielland erleichtert?“

Heute erscheint Teil 2 von 4 eines Artikels von Herrn Ölschlegel (Teil 1). Herzlich bedanken möchte ich mich bei dem Gastautor, der als Architekt gemeinsam mit einem Teil seiner Familie in Abu Dhabi lebt und mir diesen Artikel zur Verfügung gestellt hat.

So bewegt man sich als Expat vor allem unter Expats. Wie gut man z.B. als Deutscher mit Kollegen und Bekannten aus Amerika, Australien, Südafrika oder den europäischen Nachbarländern zurechtkommt, hat viel zu tun mit dem Herausfinden gemeinsamer Interessen.

Nationalität oder gar Hautfarbe spielen kaum eine Rolle, die kulturellen Unterschiede werden von den Gemeinsamkeiten überwogen.  Mit eventuellen Einschränkungen trifft diese Feststellung, aus meiner Sicht, auch auf die Expats aus dem Nahen Osten zu.

Die gemeinsame Sprache ist die englische. Daran führt nichts vorbei. Arabischkenntnisse sind selbstverständlich von großem Vorteil. Aber vom Expat aus dem westlichen Kulturraum werden sie nicht unbedingt erwartet.

Abu Dhabi gilt gegenwärtig als eine der am schnellsten wachsenden Metropolen überhaupt. Die Stadt, auf einer Insel im Arabischen Golf gelegen (Achtung Fettnäpfchen: Persischer Golf heißt er bei uns und den Nachbarn am gegenüber liegenden Ufer), erstreckt sich längst darüber hinaus auf weite Bereiche des angrenzenden Festlandes und der benachbarten Inseln.

Diese Entwicklung geht, im Gegensatz zu der im etwa 120 km entfernten Dubai, relativ geordnet vonstatten. Man hat sich vor einigen Jahren auf ein Stadtentwicklungskonzept geeinigt, den sog. „Plan Abu Dhabi 2030“, und versucht damit, einen ungezügelten Wildwuchs zu vermeiden und die bestehenden infrastrukturellen Probleme zu lösen. Außerdem besteht eines der angestrebten Hauptziele darin, mit der Zeit den unglaublich verschwenderischen Umgang mit Energie und Süßwasser einzudämmen.

Näheres dazu kann man erfahren auf der  Webseite der Stadtverwaltung, die in arabischer, aber auch in englischer Sprache zu diesem Thema umfangreiche Informationen bereithält. Im Bestreben, sich auch als Tourismusregion zu etablieren, hat die zuständige Behörde „Abu Dhabi Tourism Authority“ eine Reihe anspruchsvoller und sehr gut gestalteter Informationsschriften herausgegeben. Ihr Internetauftritt vermittelt einen Eindruck der zahlreichen kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen, Messen und Feste, die hier übers Jahr stattfinden.

Dem hier lebenden Deutschen stehen eine Vielfalt von Einrichtungen zur Verfügung, die deutschen Ursprungs und/oder deutsch geführt oder geprägt sind:

Neben der deutschen Botschaft findet man in Downtown Abu Dhabi das Goetheinstitut, eine Anlaufstelle für kulturelle Aktivitäten jeder Art. Wir schätzen besonders die Kinoabende mit Filmen in deutscher Sprache.

Selbstverständlich gibt es eine deutsche Schule, die seit einigen Jahren von der Grundstufe bis zur Hochschulreife ausbildet. Unser 17 jähriger Sohn Philipp besuchte letztes Jahr die 10. Klasse zusammen mit nur 7 (!) Mitschülern. Da kann sich keiner verstecken.

In Kliniken und Zahnkliniken unter deutscher Leitung praktizieren deutsche Ärzte unter modernsten Bedingungen, da sich diese Einrichtungen zumeist erst in den letzten Jahren hier angesiedelt haben. Selbstverständlich findet man Schulen oder Kliniken auch unter z.B. arabischer, englischer oder amerikanischer Leitung in jeder erdenklichen Qualität.

Die amerikanische Schule beispielsweise genießt einen hervorragenden Ruf.

Ableger der Universität von New York oder der Pariser Sorbonne konkurrieren mit den aufstrebenden einheimischen Universitäten.

Autor: Jürgen Ölschlegel

*1959 in Nürnberg, von Beruf Architekt, in zweiter Ehe verheiratet, 3 erwachsene Söhne.

Der Autor lebt und arbeitet seit Juni 2008 für ein örtliches Bauträgerunternehmen in Abu Dhabi. Im Oktober des gleichen Jahres ist seine Familie ebenfalls nach Abu Dhabi übergesiedelt. Seine Ehefrau übt eine Tätigkeit in der Deutschen Botschaft aus. Die Familie plant, die nächsten 4 bis 6 Jahre in Abu Dhabi zu verbringen. Inshallah!

Der Artikel ist urheberrechtlich geschützt. Die Ableitung etwaiger Ansprueche Dritter wird abgelehnt. Fuer die Richtigkeit der genannten Informationen übernimmt der Autor keinerlei Gewähr.

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