Unbedingt wissen! – Abu Dhabi III/IV

20. August 2010 § Ein Kommentar

Seit kurzem stelle ich eine Blogparade zusammen, in der ich Autorinnen und Autoren zu gewinnen versuche, die Antwort auf die Frage geben „Wann ist eine interkulturelle Auslandsvorbereitung erfolgreich?“

Im Zuge der Autorensuche kam ich an einige Expatriates, die ohne interkulturelles Training in unterschiedlichsten Ländern leben und arbeiten.

Mit einigen bin ich folgender interessanten Frage nachgegangen: „Welche Informationen hätten Sie sich vor Ihrem Auslandsaufenthalt gewünscht? Was hätte es Ihnen in Ihrem Zielland erleichtert?“

Heute erscheint Teil 3 von 4 eines Artikels von Herrn Ölschlegel (Teil 1, Teil 2). Herzlich bedanken möchte ich mich bei dem Gastautor, der als Architekt gemeinsam mit einem Teil seiner Familie in Abu Dhabi lebt und mir diesen Artikel zur Verfügung gestellt hat.

Aber auch für die Befriedigung banalerer Bedürfnisse ist gesorgt: Stichwort Lebensmittel. Fruchtsäfte und Molkereiprodukte aus einheimischer Produktion sind von außerordentlich guter Qualität und verdienen neben dem umfangreichen und internationalen Angebot, das in den zahlreichen großen und weniger großen Supermärkten erhältlich ist, besondere Erwähnung.

Schweinefleischprodukte und Alkoholika sind nicht überall zu haben, aber Sortiment, Qualität und Preis sind nicht zu beanstanden. Man gewöhnt sich daran, für einige Flaschen Montalcino oder den guten westfälischen Räucherschinken einen kleinen Umweg zu „Spinney´s“ oder „Abela“ in Kauf zu nehmen.

Wer sich mit der Idee beschäftigt, in Abu Dhabi eine berufliche Tätigkeit (für ein emiratisches Unternehmen) aufzunehmen, muss gewahr sein, dass hier das amerikanische Prinzip „Hire and Fire“ gilt. Kündigungsschutz ist unbekannt. Es ist ratsam, sich eine feste Stellenzusage zu verschaffen. Meiner Ansicht nach führt der beste Weg hierzu über eine, in Deutschland ansässige, Stellenvermittlungsagentur, die die Bewerbung entgegen nimmt und vorprüft, um den Bewerber dann ggf. der suchenden Firma vorzuschlagen. Ohne eine verbindliche Zusage in die V.A.E. zur Stellensuche zu reisen, ist nicht zu empfehlen.

Wenn man die Gelegenheit hat, sich im Zuge einer Weiterbildungsmaßnahme in die Grundzüge einer fremden, z.B. der islamischen Kultur des Gastgeberlandes V.A.E. einführen zu lassen, so sollte man dies unbedingt nutzen. Der andere Weg, der der selbstgemachten Erfahrungen vor Ort ist lang und mühsam. Ich bin überzeugt davon, dass sich die sorgfältige Vorbereitung auf den Ortswechsel lohnt, auch und gerade in kultureller Hinsicht.

Zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit (für ein emiratisches Unternehmen) ist die Daueraufenthaltserlaubnis Voraussetzung. Diese ist ohne Einstellungsvertrag nicht zu bekommen. Befindet man sich allerdings im Besitz eines solchen Einstellungsvertrages, kann man davon ausgehen, dass die Abarbeitung der erforderlichen Formalitäten (Beantragung des „Residence Visa“ und der „Labour Card“) durch den Arbeitgeber maßgeblich unterstützt wird.

In der Praxis erfolgt die Erledigung dieser Formalitäten üblicherweise, nachdem die Berufstätigkeit bereits aufgenommen wurde. Im Fall der Beschäftigung in den Emiraten durch ein in Deutschland ansässiges Unternehmen mag das Procedere im Detail abweichend sein.

Autor: Jürgen Ölschlegel

*1959 in Nürnberg, von Beruf Architekt, in zweiter Ehe verheiratet, 3 erwachsene Söhne.

Der Autor lebt und arbeitet seit Juni 2008 für ein örtliches Bauträgerunternehmen in Abu Dhabi. Im Oktober des gleichen Jahres ist seine Familie ebenfalls nach Abu Dhabi übergesiedelt. Seine Ehefrau übt eine Tätigkeit in der Deutschen Botschaft aus. Die Familie plant, die nächsten 4 bis 6 Jahre in Abu Dhabi zu verbringen. Inshallah!

Der Artikel ist urheberrechtlich geschützt. Die Ableitung etwaiger Ansprueche Dritter wird abgelehnt. Fuer die Richtigkeit der genannten Informationen übernimmt der Autor keinerlei Gewähr.

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