Wann ist ein Training erfolgreich? IV+II/IV

10. September 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Eine weitere Sichtweise für die es mir leider nicht gelungen ist, einen Autor zu finden, ist die der Chefin bzw. des Chefs eines Teilnehmers einer interkulturellen Auslandsvorbereitung. Gerne möchte ich aber auch hierzu einige Gedanken niederschreiben. Es soll die Antwort auf die Frage sein, welche Erwartung eine Vorgesetzte hat, wenn sie ihren Mitarbeiter zu einem interkulturellen Training schickt.

Ich stelle mir das so vor: Es wird entschieden, dass eine Mitarbeiter für einen Einsatz ins Ausland geschickt wird. Dabei sind sehr viele unterschiedliche Themen zu beachten:

  • Vertragsgestaltung: lokaler Vertrag oder Entsendung?
  • Arbeitserlaubnisse und Aufenthaltstitel
  • Steuerfragen
  • Altersvorsorge und soziale Absicherung
  • Umzugsorganisation
  • Einführung an der neuen Arbeitsstelle im Ausland
  • Ersatz an der ursprünglichen Stelle
  • Benachrichtigung des eigenen sozialen und familiären Umfeldes
  • Eventuelle Organisation eines Schulwechsels von Kindern
  • Berufliche Tätigkeit des begleitenden Partners
  • Wie sieht es nach der Rückkehr aus?
  • Interkulturelle Auslandsvorbereitung
  • etc.

Man sieht sofort, es sind eine ganze Reihe von Dingen die geklärt werden müssen. Tatsächlich ist einiges darunter was gemacht werden muss. Ohne diese vorbereitenden Maßnahmen gibt es keine Entsendung. Viele Dinge stehen für Vorgesetzte also in der Prioritätenliste höher als das interkulturelle Training.

Wenn die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter in ein Training geschickt wird oder dies selbst angeregt hat, dann ist aus Sicht der Vorgesetzten sicherlich eines wichtig: dass durch das Seminar die Mitarbeiterin in die Lage versetzt wird, leichter die Ziele im Auslandseinsatz zu erreichen wegen der sie dorthin geschickt wird.

Ich denke, dies ist das entscheidene Kriterium. Dazu gehört natürlich auch, dass sich die Entsandte und Ihre Familie wohl fühlen, dass sie die geplante Entsendungszeit auch in der Position verbleiben und nicht vorzeitig abbrechen und ähnliches mehr. Diese Dinge sind aber nur Mittel zum Zweck. Nämlich zu dem Zweck, die angedachten Ziele zu erreichen, die geforderten Aufgaben zu erledigen.

Wichtig für eine Vorgesetzte ist sicherlich noch, dass das Training nicht zu viel kostet, wenn es aus ihrem Etat bezahlt werden muss. Außerdem sollte es nicht zu lange dauern und die Mitarbeiterin nicht zu lange aus vom Arbeitsplatz wegholen.

Was denken Sie von dieser fokussierten Sicht? Haben Sie andere Dinge welcher für eine Vorgesetzte/ einen Vorgesetzten wichtig sind, wenn es um die Bewertung einer interkulturellen Auslandsvorbereitung geht?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Ergänzungen und verbleibe

mit besten Grüßen

Steffen Henkel

Hier geht es zum Teil I, der Antwort eines Expatriates.

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