Unbehagen…

10. August 2010 § 11 Kommentare

Dieses Mal möchte ich eine ganz persönliche Sichtweise loswerden. Es geht um mein Unbehagen mit Trainings und Seminaren im Softskill-Bereich im Allgemeinen und „interkulturellen Trainings“ im Besonderen. Aber vorher interessiert mich Ihre Meinung:

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Grundgedanke
Um es vorneweg zu sagen: „Ich halte es für unbedingt notwendig, dass wir unsere Sozialkompetenz „Interkulturelle Kompetenz“ schärfen und weiter entwickeln. Ich halte auch Trainings, Coachings und andere Formen des Lernens für Mittel, dies zu tun.“

Woher also mein Unbehagen?
Ich habe das Gefühl, dass die Trainings zur Erhöhung interkultureller Kompetenz – sei es länderunspezifisch oder länderspezifisch – nicht die versprochenen Ziele erreichen. Es werden sehr hohe Erwartungen an solche Trainings gestellt, die diese gar nicht erreichen können. Dies zeigen uns zahlreiche Studien und auch persönliche Erfahrungen, wie Menschen lernen, wie Veränderungen erreicht werden und wie Menschen sich weiter entwickeln.

Ich bin mir sicher, nicht der einzige zu sein, der dieses Unbehagen empfindet. Da ich jedoch tief in der Szene verankert bin und gleichzeitig zurzeit keine persönlichen Bedürfnisse mit dem Angebot von Trainings befriedigen muss bzw. dies lange nicht musste, fällt es mir vielleicht leichter, diesem Unbehange Ausdruck zu verleihen.

Und jetzt?!?
Irgendwie wächst in mir seit einiger Zeit das Gefühl, dass etwas passieren muss, damit wir als Trainer für interkulturelle Kompetenz noch bestehen können. Unsere Tätigkeit muss sich so entwickeln, dass sie wirklich die Ziele die wir versprechen und die von uns erwartet werden, auch erfüllen. Glücklicherweise denke ich, dass wir kurz vor einem Quantensprung sind, was die Personenentwicklung in diesem Gebiet angeht.

Durch Verknüpfung unseres Themas und der in diesem Gebiet gemachten Forschungsergebnisse mit den Ergebnissen anderer Forschungsrichtungen und anderer Trainingsleistungen, werden wir Lehr- und Lernarchitekturen schaffen, die unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer tatsächlich und besser als bisher erfolgreicher in ihrem Auslandsengagement werden lassen. Gleichzeitig werden diese Architekturen auch den Erfordernissen in den Organisationen unserer Kunden gerecht.

Ist dies nur ein frommer Traum oder Realität?

Was meinen Sie dazu? Oder arbeiten Sie schon an der Lösung – oder haben Sie gar schon in der Tasche?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Mit besten Grüßen

Steffen Henkel

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Interviews: Kriterien zur Trainerauswahl IV

22. Mai 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

In diesem Artikel möchte ich die in den letzten drei Beiträgen begonnen Fragen weiterführen. Es handelt sich um 10 Gespräche mit Personalerinnen und Personalern in welchen folgende Fragen besprochen wurden:

  1. Nach welchen Kriterien wählen Sie externe TrainerInnen aus?
  2. Was ist bei der Auswahl die größte Herausforderung?
  3. Was darf auf keinen Fall passieren?
  4. Wie finden Sie neue TrainerInnen?

Die Ergebnisse möchte ich in den vorherigen und diesem Blogbeitrag darstellen.

Zur vierten und letzten Frage:

4. Wie finden Sie neue TrainerInnen?

  • Persönliche Empfehlungen und persönliches Kennenlernen
  • Über einen großen Anbieter dem man vertraut

Dies waren die häufigsten Antworten. Auf Nachfragen wurde geantwortet, dass sowohl Reaktion auf telefonische Akquise als auch Internetrecherche kaum eine Rolle spielen. Telefonakquise stößt eher auf Ablehnung. Es wäre schon eine großer Zufall, wenn ein Personaler gerade ein offenes Thema auf dem Tisch hat und in diesem Moment ein Trainer anruft, der genau dieses Thema anspricht. „Dann lädt man den schon ein.“ Sonst wird auf solche Akquiseaktionen kaum reagiert.

Internetrecherche ist als echtes Instrument zu ungenau, es lässt sich kaum die Qualität nachvollziehen. Daher wird Recherche kaum im Internet unternommen. Natürlich wird eine website von einem empfohlenen Trainer angeschaut um den Eindruck zu vervollständigen. Eine größere Rolle spielt das Internet jedoch kaum – laut Aussage der befragten Personaler.

Die Beantwortung dieser Fragen hat mich im ersten Augenblick überrascht. Gilt doch das Internet als Akquiseinstrument der Wahl – ebenso wie die Telefonakquise.

Es sind also ganz andere Zugänge die zu den Auftraggebern führen. Der persönliche Kontakt und das Expertentum sind ausschlaggebend. Dies sind wertvolle Hinweise für Trainer, wie sie sich platzieren können.

Wie akquirieren Sie Aufträge?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Steffen Henkel

Benennungen..

11. Januar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Zu Beginn eine begriffliche Fassung: für das wovon ich spreche, gibt es viele Bennenungen: Softskills, Sozialkompetenzen, außerfachliche Kompetenzen, überfachliche Kompetenzen, etc.

Ehrlich gesagt, weiß ich noch nicht, welchen Begriff ich am liebsten verwenden möchte.

  • Sozialkompetenz drängt in eine bestimmte Richtung, von der ich denke, dass sie in Unternehmen nicht gut ankommt.
  • Außerfachliche Kompetenzen klingt für mich negativ.
  • Softskills ist sehr ausgelutscht, ein Anglizismus und darüber hinaus genau das, was – aller Lippenbekenntnisse zum Trotz – stets belächelt wird. Zumindest wenn man die allgewaltigen Fachkompetenzen in die Waagschale wirft.
  • Überfachliche Kompetenz ist mir inzwischen recht sympathisch als Begriff  – wenn das nicht so sperrig klingen würde.

So glaube ich, dass ich zurzeit noch die Begriffe abwechselnd verwenden werde. Wenn jemand dazu eine Idee hat freue ich mich über Kommentare.

Interesse an der Wirkung

8. Januar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Seit langem beschäftigt mich die Frage, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, auch bei den sogenannten Softskills so etwas wie eine Erfolgkontrolle zu machen. In diesem Blog möchte ich Gedanken dazu ordnen, neue Erkenntnisse weitergeben und mit anderen Interessierten diskutieren.

Ich halte es für dringend notwendig, eine geänderte Haltung zu Weiterbildungen sogenannter Softskillthemen zu erreichen. Grundsätzlich stelle ich die Notwendigkeit außerfachlicher Kompetenzen nicht in Frage – ganz im Gegenteil. Jedoch möchte ich, dass die Wirkung von Weiterbildungen in diesem Bereich nicht „mehr egal ist“. Zurzeit scheint das so zu sein.

Das Ziel ist eine umfassende Grundlage für grundsätzlich verbesserte Weiterbildungen zu legen.

Wie komme ich zu diesem Thema: hier.

Wo bin ich?

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